Ausstellung
Lenka Klodová //
Klára Břicháčková und Marie Štindlová
Dirty Wall // WIEDERHERSTELLUNGSBESTREBUNGEN
Eröffnung: Fr 01.06.2012 - 19 Uhr
Ausstellung: 02.06. - 24.06.2012 — Mi - So 16 - 19 Uhr
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LENKA KLODOVA: Dirty Wall / Schmutzige Wand
Ich werde eine leere, schneeweiße Wand schaffen. Darunter gibt es etwas, was herkömmlich schmutzig – dirty – oder auf Tschechisch eher „sprosté“ (vulgär) genannt wird. Wie das Schmutzige evident machen? Das Weiß durch den Abdruck der Hände beschmutzen. Der Schmutz kommt von unseren Händen. Es ist kein Schmutz, sondern Schweiß und Staub von Berliner Straßen. Die verschwitzte Berührung mit irgendjemandes Hand macht das verborgene Relief empfindlicher für die nächsten verstaubten Handfläche.
KLÁRA BŘICHÁČKOVÁ – MARIE ŠTINDLOVÁ: WIEDERHERSTELLUNGSBESTREBUNGEN
Während unseres Aufenthaltes in Berlin (ungefähr 20 Tage) werden wir Berliner Kuratoren mit den Plänen der Ausstellungen, die wir unter ihrer Ägide realisieren wollen, systematisch überhäufen. Anschließend werden wir berühmt.
Ciao.
Im Rahmen des Ausstellungsprojekts:
UNBRAUCHBAR
9 Künstlerinnen | 3 Standorte | 3 Vernissagen
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Das Ausstellungsprojekt ist nach den Kriterien von Unbrauchbarkeit, Nutzlosigkeit, Nichtanpassungsfähigkeit und selbstzerstörerischem Eigensinn konzipiert. Beteiligt sind daran Künstlerinnen, die das Potential haben, zu einer verhängnisvollen Katastrophe für Kuratoren und Ausstellungsveranstalter zu werden. Es gibt eine Gruppe von Frauen-Künstlerinnen, zu denen wir eine ambivalente Beziehung haben. Ihre künstlerischen Schöpfungen kommen uns seltsam, unverständlich, kompliziert und zugleich faszinierend vor. Dieses Phänomen haben wir unter dem scheinbar geringschätzigen Begriff „Unbrauchbar“ – oder besser auf englisch „useless“ zusammengefasst, wo zur Bedeutung der Unbrauchbarkeit noch die Nutzlosigkeit, Sinnlosigkeit und Vergeblichkeit hinzukommen. Dann haben wir festgestellt, dass das Begriffspaar Unbrauchbarkeit – Nutzlosigkeit das nahezu einzige Kriterium liefert, wie Kunst in einer Umgebung vollkommener Verständnislosigkeit noch identifiziert werden kann und dass sie gerade wegen dieses Unangebrachtseins, der Sinnlosigkeit oder Vergeblichkeit der Ablehnung durch den Kunstbetrieb stand hält.
Solche Künstlerinnen nehmen keine Rücksicht auf die technischen Möglichkeiten der Galerien, die Gesetze der Physik, die Launen der Einwohnerschaft, die mentalen Prozesse ihrer Nächsten oder die intellektuellen Konstruktionen von Veranstaltern und Kuratoren - sie haben vielmehr eine idealistische Einstellung zu den Möglichkeiten der zeitgenössischen Ausstellungsindustrie. Fast immer geraten sie in Konflikt mit der Ausstellungskonzeption und stellen das Wohlwollen der Gastorganisation auf die Probe. Sie testen, was die Welt aushält: als ob es nur um ihr eigenes Experiment ginge. Und doch ist darin kein Hauch von Egoismus, nur das riesengroßes Bemühen, ein Wunder zu vollbringen.
Künstlerinnen:
Darina Alster
Kateřina Olivová
Blanka Jakubčíková
Pavla Sceránková
Šárka Mikesková
Jana Kochánková
Klára Břicháčková und Marie Štindlová
Lenka Klodová
Kuratoren:
Lenka Klodová, Ivan Mečl und Spunk Seipl
3 Standorte // 3 Vernissagen
1/ PremArts Berlin
Galerie Werkstatt Projektraum
Oppelner Str. 34
10997 Berlin
Vernissage: 01.06.2012, 19 Uhr
2/ Pavillion am Milchhof
Ateliergemeinschaft Milchhof e.V.
Schwedter Str. 232
10435 Berlin
Vernissage: 02.06.2012
3/ General Public
Schönhauser Allee 167 C
10435 Berlin
Vernissage: 08.06.2012
Das Ausstellungsprojekt ist nach den Kriterien von Unbrauchbarkeit, Nutzlosigkeit, Nichtanpassungsfähigkeit und selbstzerstörerischem Eigensinn konzipiert. Beteiligt sind daran Künstlerinnen, die das Potential haben, zu einer verhängnisvollen Katastrophe für Kuratoren und Ausstellungsveranstalter zu werden. Es gibt eine Gruppe von Frauen-Künstlerinnen, zu denen wir eine ambivalente Beziehung haben. Ihre künstlerischen Schöpfungen kommen uns seltsam, unverständlich, kompliziert und zugleich faszinierend vor. Dieses Phänomen haben wir unter dem scheinbar geringschätzigen Begriff „Unbrauchbar“ – oder besser auf englisch „useless“ zusammengefasst, wo zur Bedeutung der Unbrauchbarkeit noch die Nutzlosigkeit, Sinnlosigkeit und Vergeblichkeit hinzukommen. Dann haben wir festgestellt, dass das Begriffspaar Unbrauchbarkeit – Nutzlosigkeit das nahezu einzige Kriterium liefert, wie Kunst in einer Umgebung vollkommener Verständnislosigkeit noch identifiziert werden kann und dass sie gerade wegen dieses Unangebrachtseins, der Sinnlosigkeit oder Vergeblichkeit der Ablehnung durch den Kunstbetrieb stand hält.
Solche Künstlerinnen nehmen keine Rücksicht auf die technischen Möglichkeiten der Galerien, die Gesetze der Physik, die Launen der Einwohnerschaft, die mentalen Prozesse ihrer Nächsten oder die intellektuellen Konstruktionen von Veranstaltern und Kuratoren - sie haben vielmehr eine idealistische Einstellung zu den Möglichkeiten der zeitgenössischen Ausstellungsindustrie. Fast immer geraten sie in Konflikt mit der Ausstellungskonzeption und stellen das Wohlwollen der Gastorganisation auf die Probe. Sie testen, was die Welt aushält: als ob es nur um ihr eigenes Experiment ginge. Und doch ist darin kein Hauch von Egoismus, nur das riesengroßes Bemühen, ein Wunder zu vollbringen.
Künstlerinnen:
Darina Alster
Kateřina Olivová
Blanka Jakubčíková
Pavla Sceránková
Šárka Mikesková
Jana Kochánková
Klára Břicháčková und Marie Štindlová
Lenka Klodová
Kuratoren:
Lenka Klodová, Ivan Mečl und Spunk Seipl
3 Standorte // 3 Vernissagen
1/ PremArts Berlin
Galerie Werkstatt Projektraum
Oppelner Str. 34
10997 Berlin
Vernissage: 01.06.2012, 19 Uhr
2/ Pavillion am Milchhof
Ateliergemeinschaft Milchhof e.V.
Schwedter Str. 232
10435 Berlin
Vernissage: 02.06.2012
3/ General Public
Schönhauser Allee 167 C
10435 Berlin
Vernissage: 08.06.2012
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